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Endotoxine und Keime in Dialyseflüssigkeiten
 
Bei der Behandlung kommt das Blut von Dialysepatienten mit mehr als 20.000 Litern Wasser pro Jahr in Berührung. Keine Frage, dass der Wasserqualität und der Qualität der Hämodialyselösungen hier eine entscheidende Bedeutung zukommt.

Pyrogene und damit Endotoxine sind dabei mehr denn je ein Thema, geht es um die Qualität und den hygienischen Zustand von Dialysewasser. Entsprechende Untersuchungen bestätigen, dass das Blut von Dialysepatienten Kontakt mit Endotoxinen hat, die sich nach Erfahrungen des MIKROBIOLOGISCHEN LABORS trotz aller Vorkehrungen regelmäßig in Dialysewasser finden.

Wie aus aktuellen Studien hervorgeht, können Endotoxine akute pyrogene Reaktionen sowie durch die Aktivierung von Monocyten chronisch entzündliche Erkrankungen hervorrufen. Einige Studien haben gar einen Zusammenhang zwischen Reaktionen der akuten Entzündungsphase (C-reaktives Protein) und der Mortalität von Hämodialysepatienten gefunden (Bergström J. et al., 1995).

Zum Test auf Endotoxine verwendet das MIKROBIOLOGISCHE LABOR LAL-Reagenz (Limulus-Amöbozyten-Lysat), das aus dem Blut des Pfeilschwanzkrebses Limulus polyphemus gewonnen wird. Verdünnungen eines Endotoxin-Standards und Aliquote der Proben werden zum Test mit LAL-Reagenz versetzt. Unter den Testbedingungen ist der Logarithmus der Reaktionszeit eine lineare Funktion des Logarithmus der Endotoxin-Konzentration.

Auf diesem Weg kann das MIKROBIOLOGISCHE LABOR das vorhandene Endotoxin exakt quantifizieren, im Gegensatz zur herkömmlichen Methode (Gelbildungs-Grenzprüfung, z.B. nach dem Deutschen Arzneibuch).

Gemäß der Europäischen Pharmacopoe darf gereinigtes Wasser zur Herstellung von Dialyselösungen höchstens 0,25 I.E. Bakterien-Endotoxine
je Milliliter Substanz enthalten, was einen quantitativen Nachweis sinnvoll macht.

Geht es um den allgemeinen hygienischen Status, so sind Endotoxine
ein hervorragender Indikator für gefährliche bakterielle Kontaminationen von Osmoseanlagen. Anders als die Bestimmung der Gesamtkeimzahl reagiert der Endotoxin-Nachweis nicht ausschließlich auf lebende und frei bewegliche Zellen. Vielmehr ermöglicht es die Methode, auch immobilisierte Bakterien-Kolonien (Biofilme) z.B. in Rohrleitungen und Filtern aufzuspüren. Ein besonderes Problem stellt der bekannte Keim Pseudomonas aeruginosa (z.B. Septikämie-Erreger) dar, welcher häufig in Biofilmen zu finden ist. Diese Bakterien geben Toxine an das Wasser ab, welche im Gegensatz zu Keimen und Endotoxinen die üblichen Membranen von Schutzfiltern vor den Kapillaren leicht passieren können.

Durch eine regelmäßige Bestimmung der Endotoxine durch das MIKROBIOLOGISCHE LABOR können größere Schäden verhindert und damit verbundene Kosten vermieden werden.

Neben der fachgerechten Probennahme und Analyse beraten wir Sie gerne über mögliche Sofortmaßnahmen und Lösungsansätze im Falle einer Grenzwertüberschreitung.

Selbstverständlich prüfen wir das Wasser nicht nur auf Endotoxine
, sondern auch auf Bakterien aller Art - quantitativ und qualitativ.

Das MIKROBIOLOGISCHE LABOR hat einen hohen Praxisbezug und ist vertreten im "Arbeitskreis für angewandte Hygiene in Dialyseeinheiten", Herausgeber der gleichnamigen Leitlinie (Papst Science Publishers, 2005).


Haben Sie Fragen zu Endotoxinen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!


 

Akkreditierung nach DIN ISO 17025:2000 DAP-PL-3627.00

Bakteriologische Endotoxine

Infoflyer Dialyse


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