Home / News
Home / News

Endotoxine in der Luft und am Arbeitsplatz
 
Nicht nur lebende Bakterien, auch Bruchstücke von ihnen können beim Menschen toxisch wirken. Die wohl bekanntesten Gifte dieser Art sind die sogenannten Endotoxine. Als Bestandteile der Außenhülle Gram-negativer Bakterien sind sie nahezu überall in der Umwelt anzutreffen.

Zahlreich sind die Wirkungen der Endotoxine
auf den menschlichen Organismus: In der Blutbahn genügen geringste Mengen, um Fieber zu erzeugen (Pyrogene).

In jüngster Zeit wird immer deutlicher, dass luftgetragene und staubgebundene Endotoxine eine Initialrolle bei bestimmten Atemwegsbeschwerden des Menschen spielen. Dies gilt insbesondere für exponierte Arbeitsplätze wie in Tierställen, bei Getreidemühlen, in der Futtermittelindustrie, bei der Abfallentsorgung und in Baumwollspinnereien. Aber auch Silostäube und Klimaanlagen sind häufig belastet. 

Erkrankungen der Atemwege gehören zu den häufigsten Beschwerden z.B. bei Landwirten in Deutschland. Endotoxine erweisen sich dabei als der wahrscheinlich wichtigste Parameter. Höchstkonzentrationen dieser Toxine finden sich u.a. in Geflügel- und Schweineställen.

Um sich vor der negativen Wirkung von Endotoxinen schützen zu können, muss man sie erkennen und nachweisen.

Das MIKROBIOLOGISCHE LABOR hat sich neben der Bestimmung mikrobiologischer Parameter nach den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 405) auf die Messung von Endotoxinen in der Umwelt und am Arbeitsplatz spezialisiert.

Dazu nutzt das MIKROBIOLOGISCHE LABOR u.a. den sogenannten chromogen-kinetischen LAL-Test und misst mit Hilfe eines computergestützten Mikrotiterplatten-Readers.
Das LAL-Reagenz wird aus dem Blut des Pfeilschwanzkrebses Limulus polyphemus (Bild) gewonnen, der die Blutentnahme unbeschadet überlebt.

Limulus polyphemus

Der Test zeichnet sich durch hohe Empfindlichkeit (z.B. bei Luftproben in der Größenordnung pg/m³) und Genauigkeit aus und wird u.a. in der Richtlinie 9450: „Verfahren zur Bestimmung der Endotoxinkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz " (Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit -
BGIA, Sankt Augustin) vorgeschrieben.

Auf diesem Weg kann das MIKROBIOLOGISCHE LABOR das vorhandene Endotoxin exakt quantifizieren, im Gegensatz zur herkömmlichen Methode (Gelbildungs-Grenzprüfung, z.B. nach dem Deutschen Arzneibuch).

Zu unseren Auftraggebern in diesem Bereich gehören u.a. private Laboratorien, Behörden, Universitäten, Krankenhäuser, Industriebetriebe, Berufsgenossenschaften, Landesumweltämter und der Bund (z.B. Bundesforschungsprojekt F1510: "Gefährdung von Beschäftigten bei der Abfallsammlung und -abfuhr durch Keimexpositionen“, 1999; Bundesprogramm Ökologischer Landbau Projekt 02OE615: „Fragen des Arbeits-, Tier- und Umweltschutzes bei der Schweinemast in verschiedenen Systemen unter besonderer Berücksichtigung mikrobieller Belastungen“, 2004).
 

Haben Sie Fragen zu Endotoxinen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!

 

Akkreditierung nach DIN ISO 17025:2000 DAP-PL-3627.00

Bakteriologische Endotoxine


URHEBERRECHT / COPYRIGHT
Die Inhalte dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Auch für die auszugshafte Wiedergabe ist eine Genehmigung einzuholen. Wünschen nach Material bzw. Inhalten, die der Berichterstattung über diese Seite oder Ihrer Inhalte dienen, wird in der Regel entsprochen.
The content of this page is copyright-protected. Please ask for material and authorisation, if you want to use parts of this content in another context. Normaly, journalistic work get´s supported.
Bildquellen: Einige Bilder auf der Seite wurden dem Bildportal www.pixelquelle.de entnommen.
 

Sicherheit am Arbeitsplatz - Innenräume und Arbeitsplätze sollten frei von Bakterien und Schimmelpilzen sein. Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung der Biostoffverordnung.