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A
Aliquote
Mit Aliquot (v. lat. aliquot „einige, ein paar“) oder aliquoter Teil bezeichnet man eine Teilprobe (z.B. in der Chemie oder Mikrobiologie), wenn die ganze Probe nicht komplett untersucht werden kann/soll.

 
B
Biologische Arbeitsstoffe
Biologischer Arbeitsstoff ist ein Begriff aus der Biostoffverordnung. In der Biostoffverordnung sind biologische Arbeitsstoffe wie folgt definiert:
(1) Biologische Arbeitsstoffe sind Mikroorganismen im weiteren Sinne, die beim Menschen Infektionen, sensibilisierende oder toxische Wirkungen hervorrufen können. Eingeschlossen sind hier auch gentechnisch veränderte Mikroorganismen, Zellkulturen und humanpathogener Endoparasiten, d.h. Tiere mit parasitischer Lebensweise, die sich im Inneren anderer Tiere aufhalten. Außerdem gehören auch die Erreger der übertragbaren spongiformen Enzephalopathien zu dieser Gruppe, dies sind z.B. die Auslöser der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, der [[Scrapie und weiteren Erkrankungen bei Mensch und Tier.
Die in Satz (1) angeführten Begriffe werden in der Biostoffverordnung noch weiter definiert, danach sind:
(2) Mikroorganismen alle zellulären oder nichtzellulären mikrobiologischen Einheiten, die zur Vermehrung oder zur Weitergabe von genetischem Material fähig sind.
Dies schließt sowohl Bakterien (zelluläre mikrobiologischen Einheiten) und Viren (nichtzelluläre Einheiten, die maximal über eine Hülle verfügen, aber ihre Erbsubstanz weitergeben können) ein.
(3) Zellkulturen sind in-vitro-Vermehrungen von aus vielzelligen Organismen isolierten Zellen.
Dies können sowohl aus Pflanzen oder Tieren gewonnene Zellen sein, die außerhalb des des Quellorganismus kultiviert werden.
Biostoffverordnung

Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung BioStoffV) mehr

C
Colibakterien
Escherichia coli (abgekürzt E. coli) ist ein säurebildendes, gramnegatives, stäbchenförmiges und peritrich begeißeltes Colibakterium, das im menschlichen und tierischen Darm vorkommt. Es gehört zur Familie der Enterobacteriaceae (griech. „enteron“: Darm). Es gehört zu den fakultativ anaeroben Mikroorganismen und besitzt die Fähigkeit, Energie sowohl durch Atmung als auch durch "Gemischte Säuregärung" zu gewinnen. Es dient als Indikator für fäkale Verunreinigungen, zum Beispiel von Wasser. Es veranlasst ein dauerndes Training des Mukosa-Immunsystems und fördert die Produktion von sekretorischem Immunglobulin A. Weiterhin produziert es Vitamin K.

D
DAP
Deutsches Akkreditierungssystem Prüfwesen GmbH

 
E
Endotoxine
Endotoxine gehören zu den Pyrogenen, d. h. sie können bei Kontakt mit Schleimhäuten und bei Übertritt ins Blut bei Menschen und manchen Tierarten Fieber erzeugen. Außerdem aktivieren sie eine Reihe von Signalwegen bei immunkompetenten Zellen, die entweder zu einer Entzündung oder zu einem programmierten Zelltod(Apoptose) dieser Zellen führen können. Sie sind schom in niedrigsten Konzentrationen (unterer pg/mL-Bereich) biologisch wirksam. Endotoxine werden vorranging bei der Zelllyse frei, werden aber auch kontunuierlich von lebenden Bakterien ins umgebende Medium abgegeben. Im Gegensatz zu den Exotoxinen, welche von der lebenden Zelle freigesetzt werden.
Endotoxin is ein Synonym für Lipopolysaccharide (LPS): Sie sind Bestandteil der äußeren Zellwand (OM = outer membrane) von gramnegativen Bakterien oder Blaualgen . Chemisch sind die Lipopolysaccharide (LPS) aus einem hydrophilen Polysaccharid- und einem lipophilen Lipidanteil aufgebaut. Im Gegensatz zu den Bakterien, aus denen sie stammen, sind Endotoxine sehr hitzestabil und überstehen sogar die Sterilisation.
Der Begriff Endotoxin (im Gegensatz zum Ektotoxin oder Exotoxin) leitet sich vom griechischen endo = innen und toxin = Gift ab, weil Richard Pfeiffer bei der Entdeckung der Endotoxine fälschlicherweise annahm, sie würden aus dem Inneren der Bakterien freigesetzt werden.
Die derzeit empfindlichste Methode zur Messung der Endotoxine funktioniert über die Aktivierung der Gerinnungskaskade im Lysat von Amöbozyten, die aus Pfeilschwanzkrebsen (Limulus polyphemus) isoliert wurden (sog. LAL-Test).
Enterokokken
Enterokokken (Enterococcus) werden zu den Milchsäurebakterien gerechnet. Sie kommen in der Umwelt, beim Tier und beim Menschen sowie in traditionellen Lebensmitteln wie Käse oder Rohwürsten vor.
Bei Menschen und Tieren spielen von den etwa 25 bekannten Enterokokken-Spezies zwei Arten, nämlich E. faecium und E. faecalis, eine wichtige Rolle im Verdauungssystem. Sie werden daher auch in probiotischen Lebensmitteln zur Förderung der Mikroflora des Verdauungssystems eingesetzt.

 
F

G
GLP
Gute Laborpraxis (GLP) (engl.: Good Laboratory Practice) ist ein formaler Rahmen für die Durchführung von Sicherheitsprüfungen an chemischen Produkten. In vielen Ländern ist die GLP gesetzlich vorgeschrieben.
Die GLP legen den organisatorischen Ablauf und den Bedingungen, unter denen Laborprüfungen geplant, durchgeführt und überwacht werden, fest. Daneben beschäftigen sie sich auch mit der Aufzeichnung und Berichterstattung der Prüfung.
Gram-negative Bakterien
i"Gram-positive" und "Gram-negative" Bakterien reagieren unterschiedlich auf Antibiotika. Mit dieser schnellen diagnostischen Methode kann man in kurzer Zeit (ca. 5 Minuten) anhand eines Abstriches das "Gramverhalten" der Bakterien bestimmen. Damit hat man die Möglichkeit, sofort mit einer antibiotischen Therapie zu beginnen, bevor das Ergebnis der oft mehrere Tage dauernden definitiven Keimbestimmung vorliegt.

 
H
HAACP
„Hazard Analysis and Critical Control Point" = Produkt- und Prozess-spezifische Risikoanalyse

HPLC-Messung
HPLC steht für High Performance Liquid Chromatography (in den Anfangszeiten dieser Technik auch für High Pressure Liquid Chromatography). Das deutsche Wort Hochleistungs-Flüssigchromatographie wird nur sehr selten verwendet. mehr

I
 
J
 
K
 
L
Legionellen
Die Legionellen (Legionella) stellen eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien in der Familie der Legionellaceae dar. Es sind im Wasser lebende gramnegative nicht sporenbildende Bakterien, die durch ein oder mehrere polare oder subpolare Flagellen (Geißeln) beweglich sind. Alle Legionellen sind als potenziell humanpathogen anzusehen. Zur Zeit kennt man mehr als 44 Arten und 66 Serogruppen. Die für Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Art ist Legionella pneumophila (Anteil von etwa 70-90 %, je nach Region), sie ist Erreger der Legionellose oder Legionärskrankheit. mehr

M
Matrix, Matrizes
(Analytische Chemie) Die Hauptbestandteile einer Probe ergeben in ihrer Summe die Matrix. Streng genommen sind alle Bestandteile, die nicht untersucht werden, der Matrix zuzurechnen. Meist dient der Begriff Matrix dazu, die Probe grob zu charakterisieren.

N
 
O
 
P
Pyrogene
Pyrogene sind Stoffe, die bei parenteraler Gabe Fieber erzeugen.Zu den Pyrogenen können molekulare Verbindungen wie Lipopolysaccharide (Bakterien-Endotoxine) gezählt werden, aber auch Partikel, wie Gummiabrieb von Injektionsflaschen. Folgende exogene Pyrogen-Arten werden unterschieden:
Bakterielle Pyrogene
- Endotoxine gramnegativer Bakterien (Lipopolysaccharide der Bakterienmembran mit hoher Hitzeresistenz)
- Bestandteile grampositiver Bakteriene
Viruspyrogene
- werden insbesondere durch Myxoviren gebildet und haben eine geringe Hitzeresistenz
Pyrogene als Bestandteile von Pilzen
Pyrogene nicht biologischen Ursprungs
- Metallverbindungen in Elastomeren, Gummiabrieb

 
Q
 
R
 
S
 
T
Trinkwasserverordnung
Trinkwasserverordnung (Abk. TrinkwV 2001) vom 21. Mai 2001, BGBl I 2001 S. 959, EG-Recht: Umsetzung der EGRL 83/98 (CELEX Nr: 398L0083)
Zweck der Verordnung soll es sein, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit zu schützen. mehr

U
 
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Z
 
 

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